Archiv für September 2010

Kärnten – Veruntreute Heimat

von Wolfgang Zwander, Die Zeit, 30.09.2010
http://www.zeit.de/2010/40/A-Kaernten

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Veranstaltungshinweise

Zwei Vorträge zum 10.Oktober in Kärnten/Koroška („Friede, Freude, deutscher Eintopf“) finden in den nächsten zwei Tagen noch statt:

Morgen, am 1.10.2010 um 19:30 in der Röda (Gaswerkgasse 2) in Steyr – http://antifacafesteyr.wordpress.com/termine/
Kein Tag fuer Kaernten

… und am Samstag, den 2.10.2010, um 17:00 gibts den Mobi-Vortrag im Rahmen der Langen Nacht der Museen im raj (Badgasse 7) in Klagenfurt/Celovec – http://www.innenhofkultur.at/
dose

Nach der Veranstaltung im raj geht die Lange Nacht der Museen am Peršmanhof weiter:
http://www.persman.at/default2.asp?lang=de

ORF – Lange Nacht der Museen
Samstag/Sobota 02. 10. 2010 . 18.00–01.00

18.00–19.30 »Das Massaker beim Peršman in der Kärntner
Erinnerungspolitik« – Vortrag / predavanje: Dr. Valentin Sima,
Historiker / zgodovinar, Universität Klagenfurt /
Univerza v Celovcu, mit Diskussion / z diskusijo

23.00–00.25 Film »F. A. Q. – Frequently Asked Questions«
(2005, Autoren / avtorja Stefan Hafner, Alexander Binder) –
ein lockerer und witziger Beitrag zur Situation der slowenischen
Minderheit in Kärnten / film, ki prikazuje situacijo
koroških Slovencev na sproščen način

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Dabei sein ist alles

Das olympische Prinzip bei den beliebtesten Kärntner Gesellschaftsspielen: 10. Oktober-Tauziehen und Ortstafel-Pingpong
von Peter Gstettner
http://www.kaernoel.at/cgi-bin/kaernoel/comax.pl?page=page.std;job=CENTER:articles.single_article;ID=2897

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Aufruf der GAJ-Kärnten/Koroška

Am 10. Oktober 2010 jährt sich zum 90. Mal die Kärntner Volksabstimmung über den Verbleib Südkärntens bei Deutsch-Österreich. Unter dem Motto „Kärnten-Gestern-Heute-Morgen“ sollen weiters Ausstellungen gezeigt und Sonderbriefmarken gedruckt werden sowie Veranstaltungen wie die „Fahnenaktion – Jedem Kärntner Haushalt eine Kärntnerfahne“ und Schulwettbewerb zum Thema stattfinden.

Braune Tradition
Organisiert werden die Feierlichkeiten vom KAB („Kärntner Abwehrkämpferbund“), welcher vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als „rechtsextreme Vorfeldorganisation“ eingestuft wird. Mit organisiert werden die Feierlichkeiten vom KHD („Kärntner Heimatdienst“), der ab 1938 an der Nazipropaganda und 1972 an der Organisation des Ortstafelsturms beteiligt war.

Machen Sie mir dieses Land wieder deutsch… (Hitler)
Der 10. Oktober spielt eine wichtige Rolle in der Aufrechterhaltung des antislowenischen Hasses. In der Geschichte Kärntens wird seit 1900 kontinuierlich versucht die Kärntner SlowenInnen einzudeutschen. Die Versprechungen vor der Volksabstimmung 1920, die slowenische Minderheit würde gleichberechtigt behandelt werden, wurden nie eingehalten. Viel mehr wurde versucht die Kärntner SlowenInnen, die ja nicht in die „Kärntner Einheit“ (gemeint sind Deutschkärntner) passen zu germanisieren oder zu vernichten. Der 10. Oktober wurde unter den Nazis zum „Tag der Rechenschaftlegung über die Fortschritte bei der Auslöschung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten“ erkoren. 1943 wurden über 900 SlowenInnen unter ihnen über die Hälfte Kinder zwangsausgesiedelt! Auch nach 1945 wurde erfolgreich versucht die Volksgruppe „einzudeutschen“, so etwa das Minderheitenschulgesetz 1958, dass den Slowenischunterricht als Pflichtschulfach abschaffte. Eine zentrale Bedeutung kommt hier dem 10. Oktober zu, wurden doch jedes Jahr um die Feiern Stimmen gegen die Volksgruppe laut. 1972 kam es um den 10. Oktober zum Ortstafelsturm (das Aufstellen zweisprachiger Ortstafeln wurde von über 500 KHD-Sympathisant_innen verhindert bzw. aufgestellte Tafeln wurden in der darauffolgenden Nacht demontiert und beschmiert). Noch heute werden Kärntnerslowen_innen im Alltag beschimpft und diskriminiert.

Warum kein 10. Oktober?
Die Feierlichkeiten sind Sammelpunkte deutschnationaler und rechtsgerichteter Organisationen und Heimatverbände, angefangen vom KAB und Kameradschaftsbund, über den KHD bis hin zu SS-Veteranenverbänden und anderen offenen neonazistischen Vereinigungen. Sie dienen der ständigen Verleumdung der Kärntner Slowen_innen, sowie der Entfachung minderheitenfeindlicher Propaganda.
Der 10. Oktober war (und ist) stets aktueller Anlass für konkrete antislowenische Politik. Die Nazis erkoren ihn sogar zum Tag der Rechenschaftlegung über die Fortschritte bei der Auslöschung der slowenischen Volksgruppe in Kärnten. In der 2. Republik diente er oft genug der direkten Umsetzung antislowenischer Maßnahmen (Minderheitenschulgesetz 1958, Ortstafelsturm 1972, Minderheitenfeststellung 1976 und andere Beispiele mehr).
(Quelle: „Kärnten bleibt deutsch“ – Broschüre des KSŠŠD)

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Der Jingle zu den Action-Days

1010 jingle final by aakoroska

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